Gastarife – Ein Überblick

Der Gasmarkt in Deutschland ist gegenwärtig in einer Umbruchphase. Bisher war der Gasmarkt in der Hand nur weniger Großanbieter. Das rührt daher, dass es nicht mal eine Handvoll von Gasnetzbetreibern gibt. Großkonzerne wie E.ON oder RWE haben bisher ihre Vormachtstellung insofern nutzen können, als dass Sie in vielen Gebieten als einzige Versorger auftraten und somit die Preise unabhängig vom Wettbewerbsdruck gestalten konnten.

Gegen diese sehr starke Marktposition hat sich mittlerweile Widerstand geregt. Neben dem Bundeskartellamt, dass dem Konzern E.ON bereits  eine „marktbeherrschende Stellung“ attestiert hat, fordert nunmehr auch die Bundesnetzagentur die Vereinheitlichung des Gasnetzes. Die Bundesnetzagentur ist eine eigens ins Leben gerufene Bundesbehörde, die die Netzmärkte wie etwa für das Breitbandinternet, für Gas, für Strom oder Handyfrequenzen kontrolliert und reguliert.

Für mehr Wettbewerb im Gasmarkt

Ein einheitliches Netz, dass die Bundesnetzagentur seit Beginn 2008 auch mit rechtlichen Mitteln zu erzwingen sucht, hat den Vorteil, dass der Vertrieb von Gas durch andere Anbieter erleichtert würde. So wäre auch eine überregionale Versorgung durch einen günstigen Gasanbieter möglich. Zwar gibt es bereits heute in vielen Regionen mehrere Gasanbieter, doch würde sich durch die Vereinheitlichung des Gasnetzes die Zahl der Anbieter erhöhen.

Wenn man bedenkt, dass nur 15 Prozent des Gases tatsächlich aus Deutschland stammen und der Rest aus dem Ausland bezogen wird, so wird schnell die Relevanz des Gasnetzes ersichtlich. Der durch die Vereinheitlichung entstehende und erhoffte Wettbewerbsdruck zwingt die Gasanbieter dann, ihre Preise so zu gestalten, dass die Kunden entweder gebunden bleiben oder neu gewonnen werden können.

Gastarife vergleichen

Auch wenn es in den Nachrichten heißt, dass die Gastarife bereits beim Import sehr hoch seien, so stimmt dies nur zum Teil.  Zum Teil enthalten die Gasversorger den Kunden die genauen Abrechnungsmodi vor. Zwar fallen auf den Handelsrouten unterschiedliche und bisweilen undurchsichtige Preisformeln an, doch ist zum Beispiel die Bindung des Gaspreises an den Rohölpreis keine hinreichende Rechtfertigung für Preiserhöhungen. Das sehen auch viele Rechtsexperten und Verbraucherschützer so und raten den Kunden deshalb zum Widerspruch gegen die Erhöhung des Gaspreises.

Wenn Sie allerdings auf diesen nicht immer kostengünstigen Rechtsweg verzichten wollen, können Sie durch einen Wechsel ihres Gasanbieters ebenfalls einen markanten Beitrag leisten. Bevor Sie jedoch einen Wechsel des Gasanbieters anstreben, sollten Sie einen Tarifvergleich durchführen. Hierbei hilft Ihnen der Gas-Tarifrechner, den Sie kostenlos im Internet finden.